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Digitale Kundenannahme im Autohaus: Kunden besser steuern

By 17. Juli 2026No Comments16 min Lesezeit

Ein Kunde bringt sein Fahrzeug zu einem vereinbarten Werkstatttermin. Eine andere Kundin möchte kurzfristig einen Schaden begutachten lassen. Gleichzeitig wartet jemand auf die Rückgabe seines Fahrzeugs, während ein Interessent nach einer Probefahrt fragt.

In Autohäusern und Werkstattbetrieben treffen sehr unterschiedliche Anliegen aufeinander:

  • Fahrzeugabgabe mit Termin
  • spontane Serviceanfragen
  • Reparatur- und Wartungsberatung
  • Unfall- und Schadenannahme
  • Reifenwechsel
  • Probefahrten
  • Ersatzfahrzeugausgabe
  • Fahrzeugabholung
  • Verkauf und Auslieferung
  • Rückfragen zum Bearbeitungsstand

Eine klassische Warteschlange wird dieser Vielfalt nur eingeschränkt gerecht. Entscheidend ist nicht allein, welcher Kunde zuerst angekommen ist, sondern welcher Service benötigt wird und welcher Mitarbeiter das Anliegen bearbeiten kann.

Eine digitale Kundenannahme im Autohaus verbindet Termin, Check-in, Anliegenserfassung, Serviceberatung und Fahrzeugabholung zu einem strukturierten Ablauf. Kunden werden beim Eintreffen erfasst und gezielt zum passenden Serviceberater oder Bereich weitergeleitet.


Was ist eine digitale Kundenannahme im Autohaus?

Eine digitale Kundenannahme organisiert den Weg des Kunden von der Terminvereinbarung bis zur Übergabe oder Abholung seines Fahrzeugs.

Je nach Lösung kann der Ablauf folgende Schritte umfassen:

  1. Werkstatt- oder Servicetermin vereinbaren
  2. Terminbestätigung und Hinweise erhalten
  3. bei der Ankunft einchecken
  4. Anliegen und Fahrzeug zuordnen
  5. digital in die passende Warteschlange aufgenommen werden
  6. zum zuständigen Serviceberater aufgerufen werden
  7. Informationen zum weiteren Ablauf erhalten
  8. Fahrzeug später strukturiert abholen
  9. Servicequalität und Wartezeiten auswerten

Moderne Customer-Journey-Plattformen verbinden dafür Terminmanagement, Warteschlangensteuerung, Self-Service-Terminals, mobile Tickets, digitale Anzeigen und Business Intelligence.

Ein Aufrufsystem ersetzt dabei nicht die persönliche Serviceberatung. Es schafft vielmehr einen klaren organisatorischen Rahmen, damit Kunden schneller beim richtigen Ansprechpartner ankommen.


Warum die Kundenannahme in Autohäusern schnell zum Engpass wird

Der Empfang oder die Serviceannahme ist häufig einer der zentralen Kontaktpunkte zwischen Kunde, Werkstatt und Verkauf.

Besonders morgens treffen viele Kunden innerhalb eines kurzen Zeitraums ein. Fahrzeuge werden abgegeben, Schlüssel übergeben, Ersatzwagen ausgegeben und zusätzliche Arbeiten besprochen.

Typische Herausforderungen sind:

  • Viele Werkstattkunden erscheinen zu ähnlichen Uhrzeiten.
  • Terminbesucher und spontane Kunden kommen gleichzeitig.
  • Kunden wissen nicht, ob sie am Empfang, im Verkauf oder beim Service warten sollen.
  • Serviceberater bearbeiten unterschiedliche Fahrzeugmarken oder Fachbereiche.
  • Die Abgabe eines bereits eingeplanten Fahrzeugs wird genauso behandelt wie eine umfangreiche Beratung.
  • Kunden sammeln sich direkt vor dem Servicetresen.
  • Mitarbeitende müssen wiederholt nach dem Anliegen fragen.
  • Werkstatt und Serviceannahme haben keinen einheitlichen Überblick über wartende Kunden.
  • Bei der Fahrzeugabholung entstehen erneut Schlangen.
  • Wartezeiten und Auslastung werden nur unvollständig erfasst.

Das Problem ist daher nicht nur die sichtbare Warteschlange. Es geht um die Verbindung von Kunde, Fahrzeug, Termin, Servicebedarf und zuständigem Mitarbeiter.


So kann die digitale Serviceannahme im Autohaus funktionieren

1. Werkstatt- oder Servicetermin vereinbaren

Der Kundenprozess beginnt häufig bereits vor dem Besuch.

Kunden buchen beispielsweise einen Termin für:

  • Inspektion
  • Reparatur
  • Reifenwechsel
  • Hauptuntersuchung
  • Diagnose
  • Unfall- oder Schadenbegutachtung
  • Rückrufaktion
  • Zubehörmontage
  • allgemeine Serviceberatung

Die Buchung kann online, telefonisch oder direkt durch einen Mitarbeiter erfolgen.

Bereits bei der Terminvereinbarung können wichtige Informationen aufgenommen werden:

  • Fahrzeug
  • Kennzeichen
  • gewünschte Leistung
  • Standort
  • bevorzugter Termin
  • Mobilitätsbedarf
  • Wunsch nach Ersatzwagen
  • bekannte Probleme oder Warnmeldungen

Dadurch kann sich der Betrieb besser auf den geplanten Besuch vorbereiten.


2. Kunden vor dem Termin informieren

Vor dem Termin können Kunden eine Bestätigung mit wichtigen Hinweisen erhalten:

  • Zeitpunkt und Standort
  • zuständiger Servicebereich
  • benötigte Unterlagen
  • Ablauf der Fahrzeugabgabe
  • Informationen zum Ersatzwagen
  • QR-Code oder Buchungsnummer für den Check-in
  • Möglichkeit zur Terminänderung

Eine verständliche Vorbereitung kann Rückfragen bei der Ankunft reduzieren und den Übergabeprozess beschleunigen.


3. Bei der Ankunft digital einchecken

Der Check-in kann abhängig vom Betrieb unterschiedlich erfolgen:

  • persönlich am Empfang
  • an einem Self-Service-Terminal
  • über einen QR-Code
  • per Smartphone
  • über eine Termin- oder Buchungsnummer
  • durch Eingabe des Kennzeichens
  • durch einen Mitarbeiter mit einer mobilen Anwendung

Kunden mit Termin werden direkt ihrer Buchung zugeordnet. Spontane Besucher können ihr Anliegen auswählen und in eine passende Warteschlange aufgenommen werden.

Bei einem dokumentierten Qmatic-Anwendungsfall des schwedischen Werkstattunternehmens Mechanum wählen Kunden am Self-Service-Terminal beispielsweise zwischen einem gebuchten Termin und einer Serviceberatung. Terminbesucher werden direkt zur schnellen Fahrzeugabgabe geführt, während Beratungskunden nach Fahrzeugmarke und Anliegen eingeordnet werden.


4. Anliegen und Fahrzeug zuordnen

Nach dem Check-in weiß das System nicht nur, dass ein Kunde wartet, sondern auch, weshalb er gekommen ist.

Mögliche Kategorien sind:

  • vereinbarte Fahrzeugabgabe
  • technische Beratung
  • spontane Reparaturanfrage
  • Unfallschaden
  • Ersatzfahrzeug
  • Probefahrt
  • Verkaufsgespräch
  • Fahrzeugauslieferung
  • Fahrzeugabholung
  • Rückfrage zum aktuellen Auftrag

Zusätzlich können Fahrzeugmarke, Terminart oder benötigte Fachkompetenz berücksichtigt werden.

Dadurch lässt sich der Kunde gezielter einem geeigneten Serviceberater oder Bereich zuordnen.


5. Kunden zum passenden Serviceberater routen

Nicht jeder Mitarbeiter übernimmt jedes Anliegen.

Je nach Betriebsstruktur können bei der Zuordnung berücksichtigt werden:

  • Fahrzeugmarke
  • bestehender Termin
  • Art der Reparatur
  • Schaden- oder Karosseriebereich
  • zuständiger Serviceberater
  • benötigte technische Kompetenz
  • verfügbare Kapazität
  • bisherige Wartezeit
  • Verkauf, Werkstatt oder Ersatzteile

Bei Mechanum können Serviceberater wartende Kunden unter anderem anhand der Wartezeit oder Fahrzeugmarke auswählen. Wenn besondere Fachkenntnisse erforderlich sind, kann der Vorgang an einen geeigneten Berater weitergegeben werden.

Das bedeutet: Der Kunde wird nicht einfach zum nächsten freien Mitarbeiter aufgerufen, sondern möglichst zum richtigen Ansprechpartner.


6. Wartezeit transparent gestalten

Nach dem Check-in erhält der Kunde beispielsweise:

  • eine Aufrufnummer
  • ein gedrucktes Ticket
  • ein mobiles Ticket
  • eine digitale Statusmeldung
  • eine Anzeige auf einem Bildschirm
  • eine Benachrichtigung per SMS

Damit ist klar:

  • dass die Anmeldung erfolgreich war
  • in welchem Bereich gewartet werden soll
  • wann der Aufruf erfolgt
  • welcher Serviceplatz zuständig ist

Mit einem mobilen Ticket können Kunden gegebenenfalls im Ausstellungsraum, im Café oder außerhalb des unmittelbaren Empfangsbereichs warten. Qmatic beschreibt Virtual Queuing als Möglichkeit, den Wartestatus über ein Mobilgerät zu verfolgen und Kunden zu benachrichtigen, sobald sie an der Reihe sind.


7. Fahrzeug strukturiert übergeben

Beim persönlichen Gespräch können Termin und Anliegen bereits sichtbar sein.

Der Serviceberater kann den Kunden dadurch gezielter empfangen und beispielsweise folgende Punkte klären:

  • vereinbarter Arbeitsumfang
  • zusätzliche Fehler oder Auffälligkeiten
  • Freigabegrenzen
  • Mobilitätsbedarf
  • Rückrufzeitpunkt
  • gewünschter Kontaktweg
  • Abholprozess
  • ergänzende Serviceleistungen

Die digitale Anmeldung ersetzt dieses Gespräch nicht. Sie verhindert aber, dass bereits bekannte Grundinformationen mehrfach abgefragt werden müssen.


8. Werkstatt und Servicebereich über die Ankunft informieren

Ein strukturierter Check-in kann auch den internen Ablauf verbessern.

Mitarbeitende erkennen beispielsweise:

  • welches Fahrzeug bereits eingetroffen ist
  • welcher Kunde noch fehlt
  • ob ein Ersatzfahrzeug benötigt wird
  • welche Beratung aktuell wartet
  • wann zusätzliche Unterstützung am Empfang erforderlich ist

Bei Mechanum informiert das System zusätzliche Serviceberater automatisch, wenn sich mehr als drei Kunden in der Warteschlange befinden oder die Wartezeit eine festgelegte Grenze überschreitet. Die Mitarbeiter können außerdem den aktuellen Status der Warteschlange auf einem Bildschirm verfolgen.

Solche Regeln müssen individuell an den jeweiligen Betrieb angepasst werden.


9. Fahrzeugabholung organisieren

Auch bei der Abholung können unterschiedliche Anliegen auftreten:

  • Rechnung erläutern
  • Fahrzeugschlüssel übergeben
  • durchgeführte Arbeiten besprechen
  • zusätzliche Reparaturen erklären
  • Ersatzfahrzeug zurücknehmen
  • nächsten Termin vereinbaren

Ein Kunde, der lediglich sein bereits bezahltes Fahrzeug abholt, benötigt möglicherweise einen anderen Ablauf als jemand, der eine ausführliche technische Erklärung wünscht.

Die digitale Kundensteuerung kann daher auch bei der Abholung unterscheiden zwischen:

  • schneller Schlüsselübergabe
  • Rechnungs- und Servicebesprechung
  • Reklamation
  • Nachberatung
  • Folgeauftrag

10. Serviceabläufe auswerten

Ein digitales Aufrufsystem erzeugt strukturierte Daten über die tatsächliche Kundenannahme.

Je nach Konfiguration können beispielsweise ausgewertet werden:

  • Zahl der Kunden pro Tag
  • Stoßzeiten
  • durchschnittliche Wartezeit
  • Dauer der Fahrzeugannahme
  • Auslastung einzelner Serviceberater
  • häufige Anliegen
  • Verhältnis von Terminen und spontanen Besuchen
  • Zahl nicht wahrgenommener Termine
  • Wartezeiten bei Fahrzeugabgabe und Abholung
  • Unterschiede zwischen Standorten
  • Kundenfeedback nach dem Besuch

Business-Intelligence-Funktionen können Echtzeitinformationen, Statistiken und Berichte bereitstellen, um operative Abläufe und Ressourceneinsatz weiterzuentwickeln.


Welche Vorteile bietet ein Aufrufsystem im Autohaus?

Kunden gelangen schneller zum richtigen Ansprechpartner

Bereits beim Check-in wird erfasst, ob der Kunde sein Fahrzeug abgeben, abholen, einen Schaden besprechen oder sich beraten lassen möchte.

Dadurch muss die Zuständigkeit nicht erst nach längerer Wartezeit geklärt werden.


Morgendliche Stoßzeiten lassen sich besser organisieren

Gerade die Fahrzeugabgabe findet häufig in einem engen Zeitfenster statt.

Ein strukturierter Check-in kann helfen, einfache Übergaben von beratungsintensiven Anliegen zu unterscheiden und Kunden auf verfügbare Serviceberater zu verteilen.


Terminbesucher und spontane Kunden werden gemeinsam gesteuert

Ein reines Terminbuchungssystem berücksichtigt spontane Serviceanfragen nur eingeschränkt. Eine klassische Wartemarke wiederum kennt häufig keine bestehenden Termine.

Ein digitales Warteschlangenmanagement kann beide Besuchsarten in einem gemeinsamen Ablauf abbilden.


Serviceberater werden gezielter eingesetzt

Kunden können nach Fahrzeugmarke, Anliegen oder benötigter Fachkenntnis zugeordnet werden.

Das reduziert unnötige Weiterleitungen und kann Spezialisten gezielter einsetzen.


Der Empfang wird entlastet

Wiederkehrende Schritte können digital unterstützt werden:

  • Termin erkennen
  • Ankunft erfassen
  • Anliegen auswählen
  • Aufrufnummer vergeben
  • Wartestatus anzeigen
  • Kunden dem passenden Bereich zuordnen

Der persönliche Empfang bleibt für individuelle Fragen und besondere Situationen erhalten.


Kunden müssen nicht direkt am Servicetresen warten

Über Displays oder mobile Benachrichtigungen können Kunden ihren Aufruf auch in anderen Bereichen abwarten.

Das kann den Empfangsbereich ruhiger und übersichtlicher machen.


Werkstatt und Serviceannahme erhalten mehr Transparenz

Ein gemeinsamer Überblick zeigt, welche Kunden und Fahrzeuge bereits eingetroffen sind und wo sich Warteschlangen aufbauen.

Dadurch kann das Team früher reagieren, statt Engpässe erst durch Beschwerden oder sichtbare Schlangen zu erkennen.


Abläufe lassen sich über mehrere Standorte vereinheitlichen

Autohausgruppen und Werkstattketten können Terminarten, Servicekategorien, Warteschlangen und Auswertungen standortübergreifend strukturieren.

Lokale Besonderheiten können dabei weiterhin berücksichtigt werden.


Die Kundenerfahrung wird durchgängig betrachtet

Die Serviceerfahrung beginnt nicht erst am Werkstatttresen. Sie umfasst:

  • Terminvereinbarung
  • Vorbereitung
  • Ankunft
  • Fahrzeugübergabe
  • Kommunikation während der Reparatur
  • Abholung
  • Feedback

Mechanum beschreibt genau diese Verbindung vom ersten Kontakt und der Online-Buchung über Abgabe, Werkstattstatus, Abholung und anschließende Kundenzufriedenheitsbefragung als zusammenhängende Servicekette.


Welche Komponenten kann die digitale Kundenannahme enthalten?

Online-Terminbuchung

Kunden buchen einen Termin für eine bestimmte Serviceleistung, einen Standort oder einen Serviceberater.

Terminbestätigung und Erinnerung

Automatische Nachrichten informieren über Termin, Ablauf und benötigte Unterlagen.

Self-Service-Terminal

Kunden checken ein, bestätigen ihren Termin oder wählen ein spontanes Anliegen.

QR-Code- oder mobiler Check-in

Die Anmeldung erfolgt über das eigene Smartphone.

Ticket- und Nummernvergabe

Der Kunde erhält eine physische oder digitale Kennung für den weiteren Ablauf.

Anliegenbasierte Warteschlangen

Fahrzeugabgabe, Beratung, Verkauf und Abholung können getrennt organisiert werden.

Aufrufdisplay und digitale Beschilderung

Displays zeigen Aufrufe, Serviceplätze und zusätzliche Informationen.

Mobile Tickets und Benachrichtigungen

Kunden können ihren Wartestatus mobil verfolgen.

Arbeitsplatz- und Kompetenzsteuerung

Serviceberater rufen den nächsten passenden Kunden auf.

Echtzeitübersichten

Mitarbeitende sehen aktuelle Warteschlangen und mögliche Engpässe.

Business Intelligence

Berichte machen Nachfrage, Wartezeiten und Auslastung sichtbar.

Kundenfeedback

Nach dem Service kann automatisiert eine Rückmeldung zur Fahrzeugannahme oder zum gesamten Besuch eingeholt werden.


Für welche Bereiche im Autohaus eignet sich die Lösung?

Ein Aufrufsystem kann nicht nur an einem klassischen Werkstattempfang eingesetzt werden.

Mögliche Bereiche sind:

  • Werkstattannahme
  • Karosserie- und Schadenservice
  • Reifenservice
  • Fahrzeugabholung
  • Ersatzfahrzeugausgabe
  • Ersatzteil- und Zubehörservice
  • Verkaufsberatung
  • Probefahrten
  • Fahrzeugauslieferung
  • Gebrauchtwagenbewertung
  • Flottenkundenservice
  • Mietwagen- oder Mobilitätsbereich
  • zentrale Kundenempfänge

Auch Autovermietungen können von einer digitalen Kundensteuerung profitieren. Avis setzte an mehreren großen Standorten unter anderem Self-Service-Terminals, SMS-Benachrichtigungen und digitale Anzeigen ein, um Kundenströme und Wartezeiten besser zu organisieren.


Wann lohnt sich eine digitale Kundenannahme?

Eine genauere Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn:

  • sich morgens regelmäßig Schlangen bei der Fahrzeugabgabe bilden
  • Terminbesucher und spontane Kunden parallel eintreffen
  • Kunden häufig am falschen Empfang oder Bereich warten
  • Serviceberater unterschiedliche Marken oder Fachgebiete betreuen
  • die Fahrzeugabgabe unnötig viel Zeit benötigt
  • Kunden ihren Wartestatus nicht nachvollziehen können
  • zusätzliche Mitarbeiter erst spät auf Engpässe reagieren
  • Werkstatt und Empfang keinen gemeinsamen Überblick haben
  • bei der Fahrzeugabholung erneut längere Wartezeiten entstehen
  • mehrere Standorte einheitlicher organisiert werden sollen
  • Wartezeiten und Auslastung bisher kaum messbar sind
  • die Kundenzufriedenheit systematisch ausgewertet werden soll

Ein zusätzliches Terminal allein verbessert den Service nicht. Entscheidend ist, wie Termin, Anliegen, Mitarbeiter und Fahrzeugprozess miteinander verbunden werden.


Praxisbeispiel: Mechanum verbindet Termin, Werkstatt und Kundenservice

Mechanum ist eine schwedische Mehrmarken-Werkstattkette. Zum Zeitpunkt der veröffentlichten Fallstudie beschäftigte das Unternehmen rund 300 Mitarbeitende an sechs Standorten und verzeichnete mehr als 55.000 Kundenbesuche pro Jahr.

Der digitale Prozess verbindet dort mehrere Schritte:

  1. Kunden buchen ihren Werkstatttermin online oder telefonisch.
  2. Bei der Ankunft wählen sie am Terminal zwischen einem gebuchten Termin und einer Serviceberatung.
  3. Terminbesucher werden direkt zur Fahrzeugabgabe geführt.
  4. Beratungskunden werden nach Fahrzeugmarke und Anliegen eingeordnet.
  5. Serviceberater sehen die aktuelle Warteschlange und können Kunden nach Wartezeit oder benötigter Kompetenz aufrufen.
  6. Bei steigender Auslastung werden weitere Mitarbeiter informiert.
  7. Auch Fahrzeugabholung und anschließendes Kundenfeedback sind Teil der betrachteten Customer Journey.

Als Resultate nennt die Fallstudie unter anderem einen klareren Check-in- und Abholprozess, eine verbesserte Kundensteuerung und einen effektiveren Einsatz der Serviceberater.

Das Beispiel lässt sich nicht unverändert auf jedes Autohaus übertragen. Es zeigt jedoch, wie viel mehr ein Aufrufsystem leisten kann als die reine Vergabe einer Wartemarke.


Worauf sollten Autohäuser bei der Auswahl achten?

Welche Kundenanliegen sollen abgebildet werden?

Zunächst muss geklärt werden, welche Vorgänge tatsächlich über das System laufen sollen.

Welche Informationen werden beim Check-in benötigt?

Der Check-in sollte genügend Informationen erfassen, um eine sinnvolle Zuordnung zu ermöglichen, aber nicht unnötig kompliziert werden.

Welche Mitarbeiter bearbeiten welche Anliegen?

Fahrzeugmarken, Fachgebiete, Servicearten und Zuständigkeiten sollten eindeutig zugeordnet werden.

Wie werden Termine und spontane Besuche priorisiert?

Die Regeln müssen zur Organisation des Betriebs passen und für Kunden sowie Mitarbeitende nachvollziehbar bleiben.

Wie wird der persönliche Empfang integriert?

Self-Service und persönliche Begrüßung schließen sich nicht aus. Kunden sollten weiterhin Unterstützung erhalten können.

Welche vorhandenen Systeme müssen berücksichtigt werden?

Je nach Betrieb können Schnittstellen oder Verbindungen zu folgenden Systemen relevant sein:

  • Werkstattplanung
  • Dealer-Management-System
  • Terminbuchung
  • CRM
  • Kalender
  • digitale Beschilderung
  • Fahrzeugstatus
  • Kundenkommunikation
  • Reporting

Welche technische Integration möglich ist, muss für das konkrete Projekt geprüft werden.

Wie werden Datenschutz und Diskretion gewährleistet?

Öffentliche Anzeigen sollten keine unnötigen personenbezogenen Informationen oder Fahrzeugdaten zeigen.

Wie wird der Ablauf bei technischen Störungen abgesichert?

Für zentrale Empfangsprozesse sollten alternative Arbeitswege und Supportmöglichkeiten definiert werden.

Welche Kennzahlen sollen später genutzt werden?

Nicht jede verfügbare Kennzahl ist automatisch relevant. Vorab sollte festgelegt werden, welche Daten tatsächlich zur Steuerung von Personal, Terminen und Servicequalität eingesetzt werden sollen.


So unterstützt druckerfachmann.de bei der Umsetzung

Eine digitale Kundenannahme beginnt nicht mit dem Kauf eines Terminals. Zuerst muss verstanden werden, wie Kunden, Fahrzeuge und Serviceaufträge heute durch den Betrieb geführt werden.

Als Qmatic Premium Solution Partner unterstützt druckerfachmann.de bei:

  1. der Analyse des bestehenden Kunden- und Fahrzeugprozesses
  2. der Erfassung von Terminarten und Serviceanliegen
  3. der Zuordnung von Serviceberatern und Fachkompetenzen
  4. der Verbindung von Terminen und spontanen Besuchen
  5. der Konzeption von Check-in, Warteschlangen und Aufrufen
  6. der Auswahl geeigneter Hard- und Softwarekomponenten
  7. der Einrichtung und Konfiguration
  8. der Einweisung der beteiligten Mitarbeitenden
  9. der Betreuung und späteren Optimierung

Dabei kann eine kompakte Lösung für einen einzelnen Werkstattempfang ebenso sinnvoll sein wie ein umfangreicheres System für mehrere Bereiche und Standorte.

Mehr über die zentrale Lösung erfahren Sie auf unserer Seite Digitales Aufrufsystem und Warteschlangenmanagement.

Digitale Kundenannahme für Ihr Autohaus besprechen


Häufige Fragen zur digitalen Kundenannahme

Was ist ein Aufrufsystem für Autohäuser?

Ein Aufrufsystem organisiert die Anmeldung, Warteschlange und Weiterleitung von Kunden. Abhängig von Termin, Anliegen oder Fahrzeug können Kunden dem passenden Serviceberater oder Bereich zugeordnet werden.

Eignet sich das System auch für freie Werkstätten?

Ja. Die Lösung kann unabhängig davon sinnvoll sein, ob es sich um ein markengebundenes Autohaus, eine Werkstattkette oder einen größeren freien Werkstattbetrieb handelt.

Können Werkstatttermine und spontane Kunden gemeinsam gesteuert werden?

Ja. Vereinbarte Termine und spontane Anfragen können innerhalb eines gemeinsamen Ablaufs berücksichtigt werden. Die konkrete Priorisierung wird individuell definiert.

Muss jeder Kunde ein Terminal benutzen?

Nein. Die Anmeldung kann auch persönlich, per Smartphone, QR-Code oder durch einen Mitarbeiter erfolgen.

Kann nach Fahrzeugmarke oder Anliegen unterschieden werden?

Kunden können abhängig von der Konfiguration unterschiedlichen Marken, Servicearten, Kompetenzen oder Serviceberatern zugeordnet werden.

Können Kunden mobil über ihren Aufruf informiert werden?

Mit Virtual Queuing oder SMS-Benachrichtigungen kann der Wartestatus mobil kommuniziert werden. Welche Funktionen eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Konzept ab.

Kann auch die Fahrzeugabholung organisiert werden?

Ja. Fahrzeugabgabe, Beratung und Abholung können als unterschiedliche Anliegen und Warteschlangen abgebildet werden.

Ist eine Anbindung an bestehende Autohaussoftware möglich?

Das hängt von den eingesetzten Systemen, ihren Schnittstellen und dem gewünschten Umfang ab. Die technische Machbarkeit muss projektspezifisch geprüft werden.

Was kostet ein Aufrufsystem für ein Autohaus?

Die Kosten hängen unter anderem ab von:

  • Anzahl der Standorte
  • Zahl der Servicebereiche
  • Anzahl der Terminals und Displays
  • benötigten Softwarefunktionen
  • Schnittstellen
  • Einrichtung und Installation
  • Support und Betreuung

Eine belastbare Einschätzung ist daher erst nach Analyse des vorhandenen Kundenprozesses möglich.


Kundenannahme strukturieren und den persönlichen Service stärken

Eine digitale Kundenannahme soll den Serviceberater nicht ersetzen. Sie soll dafür sorgen, dass Kunden mit ihrem Fahrzeug und ihrem konkreten Anliegen schneller beim richtigen Ansprechpartner ankommen.

Gemeinsam prüfen wir:

  • welche Kunden und Anliegen bei Ihnen eintreffen
  • wie Termine und spontane Besuche heute organisiert werden
  • wo bei Fahrzeugabgabe und Abholung Wartezeiten entstehen
  • welche Serviceberater und Fachbereiche beteiligt sind
  • und welche Funktionen Ihren Betrieb sinnvoll unterstützen

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