
Ein Patient kommt zu einer geplanten Untersuchung. Eine andere Patientin muss zunächst zur Anmeldung, anschließend zur Diagnostik und danach in eine Fachambulanz. Gleichzeitig warten Menschen an mehreren Stationen, während Mitarbeitende Rückfragen beantworten, Wege erklären und verfügbare Behandlungsplätze koordinieren.
In Kliniken und Ambulanzen besteht die Herausforderung nicht nur darin, eine Warteschlange zu organisieren. Patienten durchlaufen häufig mehrere Stationen:
- Termin oder Überweisung,
- Ankunft und Anmeldung,
- administrative Aufnahme,
- Diagnostik,
- Untersuchung oder Behandlung,
- weitere Wartebereiche,
- Nachbesprechung,
- Entlassung oder Weiterleitung.
Ein digitales Aufrufsystem für Kliniken kann diese Übergänge strukturieren. Patienten werden erfasst, dem richtigen Bereich zugeordnet und entlang ihrer nächsten Station gezielt informiert und aufgerufen.
Dabei geht es nicht darum, medizinische Priorisierungen zu automatisieren. Klinische Entscheidungen und medizinische Dringlichkeit bleiben Aufgabe des qualifizierten Personals. Das System unterstützt vor allem die organisatorische Patientensteuerung.
Was ist ein Aufrufsystem für Kliniken?
Ein digitales Aufrufsystem organisiert, wie Patienten innerhalb einer Klinik, Fachambulanz oder diagnostischen Einrichtung angemeldet, einer Warteschlange zugeordnet und zum nächsten zuständigen Bereich geführt werden.
Je nach Ausbaustufe kann das System bereits vor dem Besuch beginnen und mehrere Stationen miteinander verbinden:
- Terminbuchung oder Terminübernahme
- Ankunft und Check-in
- Auswahl oder Erkennung des Anliegens
- Zuordnung zum zuständigen Bereich
- digitale Status- und Warteinformationen
- Aufruf zur Anmeldung, Diagnostik oder Behandlung
- Weiterleitung zur nächsten Station
- Auswertung von Wartezeiten und Auslastung
Warum Patientensteuerung in Kliniken besonders komplex ist
In einer Arztpraxis gibt es häufig einen zentralen Empfang und eine überschaubare Zahl an Behandlungsräumen. In Kliniken und Ambulanzen verteilen sich Patienten dagegen oft auf mehrere Bereiche, Etagen oder Gebäude.
Typische Herausforderungen sind:
- unterschiedliche Ambulanzen und Fachabteilungen,
- mehrere Anmelde- und Servicestellen,
- geplante Termine und ungeplante Besuche,
- verschiedene Dringlichkeits- und Behandlungskategorien,
- Wechsel zwischen Anmeldung, Diagnostik und Behandlung,
- gemeinsame Wartebereiche für unterschiedliche Anliegen,
- lange oder schwer planbare Behandlungszeiten,
- Patienten mit eingeschränkter Mobilität oder Orientierung,
- Angehörige, Begleitpersonen und Übersetzungsbedarf,
- fehlende Echtzeitinformationen zur Auslastung einzelner Bereiche.
Patientenfluss umfasst daher mehr als die sichtbare Warteschlange. Dazu gehören auch Ressourcen, Behandlungsabläufe, digitale Systeme und die Übergänge zwischen den einzelnen Stationen der Patientenreise.
So kann ein digitaler Patientenfluss aussehen
1. Termin und Besuch vorbereiten
Vor dem eigentlichen Besuch können Patienten Informationen zu Termin, Standort und erforderlichen Unterlagen erhalten.
Je nach Lösung können folgende Funktionen eingebunden werden:
- Online-Terminbuchung,
- Terminbestätigung,
- Erinnerungen,
- Hinweise zum zuständigen Gebäude,
- Vorabinformationen zur Anmeldung,
- QR-Code oder Check-in-Link.
Die Verbindung von Terminplanung und Patientenfluss kann helfen, Besucheraufkommen gleichmäßiger zu verteilen und vorhandene Ressourcen besser vorauszuplanen.
2. Patienten bei der Ankunft erfassen
Die Anmeldung kann abhängig vom Einsatzbereich erfolgen:
- persönlich am Empfang,
- über ein Self-Service-Terminal,
- per QR-Code,
- über einen mobilen Check-in,
- durch Scannen einer Terminbestätigung,
- oder über eine angebundene Patientenverwaltung.
Nach dem Check-in ist für das System sichtbar, dass der Patient tatsächlich vor Ort ist und welcher nächste Schritt vorgesehen ist.
Self-Service-Terminals können besonders bei standardisierbaren Anmeldevorgängen unterstützen. Der persönliche Empfang bleibt dennoch wichtig für Menschen, die Hilfe benötigen oder deren Anliegen nicht eindeutig abgebildet werden kann.
3. Zum richtigen Bereich zuordnen
Nach der Anmeldung wird der Patient der passenden Warteschlange beziehungsweise Station zugeordnet.
Das können beispielsweise sein:
- zentrale Patientenaufnahme,
- Radiologie,
- Labor oder Blutentnahme,
- chirurgische Ambulanz,
- orthopädische Ambulanz,
- kardiologische Diagnostik,
- Sprechstunde,
- Apotheke,
- Befundausgabe,
- Nachkontrolle.
Die Zuordnung kann anhand von Termin, Fachbereich, Untersuchung oder organisatorischer Priorität erfolgen.
Wichtig ist die klare Abgrenzung: Ein Warteschlangenmanagement-System unterstützt die organisatorische Reihenfolge und Weiterleitung. Medizinische Triage und klinische Priorisierung müssen weiterhin nach den Regeln und Entscheidungen des medizinischen Personals erfolgen.
4. Status und Warteinformationen bereitstellen
Nach der Anmeldung erhalten Patienten eine nachvollziehbare Bestätigung.
Mögliche Formen sind:
- anonymisierte Aufrufnummer,
- gedrucktes Ticket,
- mobile Wartemarke,
- Anzeige auf einem Display,
- Statusmeldung auf dem Smartphone,
- Information zum zuständigen Wartebereich.
Gerade in größeren Einrichtungen reduziert eine klare Kommunikation die Sorge, möglicherweise vergessen oder falsch zugeordnet worden zu sein.
5. Gezielt aufrufen und weiterleiten
Sobald der zuständige Bereich bereit ist, wird der Patient aufgerufen.
Der Aufruf kann über folgende Wege erfolgen:
- zentrale oder dezentrale Displays,
- Raum- oder Schalternummern,
- akustische Hinweise,
- mobile Benachrichtigung,
- persönliche Begleitung,
- digitale Wegeleitung.
In Kliniken ist häufig nicht nur der erste Aufruf relevant. Nach einer Untersuchung kann ein weiterer Warteschritt entstehen, beispielsweise vor der Befundbesprechung oder einer ergänzenden Diagnostik.
Ein durchgängiges System kann deshalb mehrere aufeinanderfolgende Stationen innerhalb derselben Patientenreise abbilden.
6. Patienten zwischen Stationen koordinieren
Ein Klinikbesuch besteht häufig aus mehreren Abschnitten.
Beispiel:
- zentrale Anmeldung
- Blutentnahme
- Wartezone der Fachambulanz
- ärztliche Untersuchung
- Bildgebung
- Abschlussgespräch
Ohne übergreifende Steuerung entstehen an den Übergängen häufig Rückfragen, Laufwege und neue Warteschlangen.
Patientenflussmanagement soll diese einzelnen Berührungspunkte miteinander verbinden.
7. Abläufe auswerten und Engpässe erkennen
Ein großer Vorteil digitaler Patientensteuerung liegt in der Messbarkeit.
Je nach System können Kliniken unter anderem auswerten:
- Patientenaufkommen nach Uhrzeit und Wochentag,
- durchschnittliche Wartezeiten,
- Wartezeiten einzelner Fachbereiche,
- Dauer administrativer Aufnahmeprozesse,
- Auslastung von Service- und Behandlungsstellen,
- Übergangszeiten zwischen Stationen,
- Zahl wartender Patienten,
- Nichterscheinen bei Terminen,
- Engpässe im Tagesverlauf.
Diese Informationen ersetzen nicht die fachliche Bewertung durch Klinikleitung und Mitarbeitende. Sie schaffen jedoch eine bessere Grundlage für Personalplanung und Prozessverbesserungen.
Im King’s College Hospital bestand beispielsweise Bedarf an verlässlichen Daten darüber, wie lange Patienten warteten, woher sie kamen und wie stark bestimmte Leistungen ausgelastet waren.
Welche Vorteile hat ein digitales Aufrufsystem in Kliniken und Ambulanzen?
Mehr Orientierung für Patienten
Ein Krankenhaus ist für viele Menschen eine ungewohnte und belastende Umgebung. Unklare Wege und fehlende Informationen verschärfen diese Situation.
Ein digitales System kann deutlich machen:
- dass der Patient erfasst wurde,
- wo er warten soll,
- welcher Bereich zuständig ist,
- wann der nächste Aufruf erfolgt,
- und wohin er anschließend gehen muss.
Weniger Rückfragen an Anmeldung und Personal
Viele Fragen betreffen nicht die medizinische Versorgung, sondern den organisatorischen Ablauf:
- Wo muss ich mich anmelden?
- Ist mein Termin registriert?
- In welchem Wartebereich bin ich richtig?
- Wann werde ich aufgerufen?
- Muss ich anschließend noch zu einer anderen Stelle?
Klare Anzeigen und Statusinformationen können einen Teil dieser wiederkehrenden Rückfragen reduzieren.
Wartebereiche besser verteilen
Statt alle Patienten in einem einzigen zentralen Bereich zu sammeln, können Personen gezielt bestimmten Wartezonen zugeordnet werden.
Virtual Queuing kann es abhängig vom konkreten Prozess außerdem ermöglichen, dass Patienten nicht dauerhaft im klassischen Wartezimmer bleiben müssen, sondern über ein mobiles Ticket informiert werden.
Mitarbeitende organisatorisch entlasten
Ein Aufrufsystem nimmt dem Personal keine medizinischen Aufgaben ab. Es kann jedoch bei wiederkehrenden organisatorischen Tätigkeiten unterstützen:
- Anmeldung bestätigen,
- Patienten vorsortieren,
- Aufruf koordinieren,
- Wege anzeigen,
- Status kommunizieren,
- Auslastung darstellen.
Dadurch bleibt mehr Aufmerksamkeit für individuelle Fragen und behandlungsnahe Tätigkeiten.
Mehr Transparenz über tatsächliche Wartezeiten
Subjektive Eindrücke reichen bei komplexen Klinikabläufen häufig nicht aus.
Digitale Daten machen sichtbar:
- wo sich Warteschlangen aufbauen,
- welche Stationen besonders belastet sind,
- wann Personal oder Räume fehlen,
- wie sich Prozessänderungen auswirken,
- und ob definierte Ziele eingehalten werden.
Die Guarnieri-Klinik nutzte beispielsweise Self-Service-Kiosks, digitale Anzeigen und Business Intelligence, um Patienten klarer zu informieren und Warte- sowie Servicezeiten zentral auszuwerten.
Unterschiedliche Patientengruppen gezielter führen
Nicht alle Patienten benötigen denselben Ablauf.
Mögliche Unterscheidungen sind:
- Terminpatienten,
- Patienten zur Blutentnahme,
- ambulante Operationen,
- Diagnostik,
- Nachkontrollen,
- Dokumenten- oder Befundabholung,
- verschiedene Fachambulanzen,
- Patienten mit Unterstützungsbedarf.
Ein digitales System kann diese Gruppen organisatorisch trennen, ohne zwangsläufig für jede Gruppe einen eigenen physischen Empfang aufzubauen.
Welche Komponenten kann ein Klinik-Aufrufsystem enthalten?
Terminmanagement
Termine werden geplant, bestätigt und mit dem tatsächlichen Eintreffen verbunden.
Self-Service-Check-in
Patienten bestätigen ihre Ankunft an einem Terminal, per QR-Code oder mobil.
Ticket- und Nummernvergabe
Der Patient erhält eine anonymisierte Kennung für den weiteren Ablauf.
Digitale Beschilderung
Displays zeigen Aufrufe, Räume, Bereiche oder organisatorische Hinweise.
Virtual Queuing
Patienten können ihren Wartestatus mobil verfolgen und gegebenenfalls außerhalb des direkten Wartebereichs warten.
Arbeitsplatz- und Raumsteuerung
Mitarbeitende rufen den nächsten passenden Patienten aus der jeweiligen Warteschlange auf.
Patient Journey Management
Mehrere Stationen eines Besuchs können als zusammenhängender Prozess betrachtet und gesteuert werden.
Business Intelligence und Reporting
Echtzeitansichten und Berichte zeigen Wartezeiten, Patientenaufkommen und Auslastung.
Feedback
Nach dem Besuch können Patienten zur Verständlichkeit des Ablaufs, zur Wartezeit oder zur allgemeinen Erfahrung befragt werden.
Schnittstellen
Je nach Projekt können Verbindungen zu Termin-, Verwaltungs- oder Krankenhausinformationssystemen relevant sein.
Für welche Klinikbereiche eignet sich ein Aufrufsystem?
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- zentrale Patientenaufnahme,
- Fachambulanzen,
- Notfallaufnahme im organisatorischen Bereich,
- radiologische Abteilungen,
- Labor und Blutentnahme,
- Krankenhausapotheken,
- Impf- und Testzentren,
- ambulante Operationszentren,
- diagnostische Zentren,
- Rehabilitations- und Therapieeinrichtungen,
- Befund- und Dokumentenausgabe,
- Empfangs- und Informationsstellen.
Der genaue Aufbau hängt stark davon ab, wie Patienten durch die jeweilige Einrichtung geführt werden.
Wann lohnt sich ein digitales Patientenaufrufsystem?
Eine Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn:
- sich regelmäßig Schlangen an Anmeldung oder Empfang bilden,
- mehrere Ambulanzen einen gemeinsamen Eingangsbereich nutzen,
- Patienten häufig nach dem richtigen Weg fragen,
- mehrere Wartezonen koordiniert werden müssen,
- Terminpatienten und ungeplante Besuche parallel auftreten,
- Patienten mehrere Stationen durchlaufen,
- Wartezeiten bisher nicht zuverlässig messbar sind,
- Mitarbeitende Patienten regelmäßig persönlich suchen müssen,
- Klinikbereiche ihre Auslastung besser verstehen möchten,
- vorhandene Anzeigen oder Wartemarkensysteme nicht miteinander verbunden sind.
Ein Aufrufsystem sollte immer ein konkretes Prozessproblem lösen. Ein zusätzlicher Bildschirm allein verbessert noch keinen Patientenfluss.
Ein Beispiel aus der Praxis
Bei Alliar, einem großen Diagnostiknetzwerk, bestand die Herausforderung darin, Patienten vom Betreten des Zentrums bis zum Abschluss der Untersuchungen effizienter durch die einzelnen Stationen zu führen. Durch zentrale Dashboards konnten Abläufe überwacht, Mitarbeitende gezielter eingesetzt und Patienten klarer über Wartezeiten informiert werden.
SYNLAB Eesti setzte eine zentrale Plattform ein, um Warteschlangen und Patientenflüsse über mehrere Standorte hinweg zu verwalten. Das zeigt, dass ein solches System nicht nur innerhalb eines einzelnen Gebäudes, sondern auch für größere Standortstrukturen relevant sein kann.
Diese Beispiele lassen sich nicht pauschal auf jede deutsche Klinik übertragen. Sie verdeutlichen jedoch, welche organisatorischen Möglichkeiten entstehen, wenn Anmeldung, Warteschlangen und Auswertung miteinander verbunden werden.
Worauf sollten Kliniken bei der Auswahl achten?
Welche Patient Journey soll abgebildet werden?
Zuerst muss klar sein, welche Stationen miteinander verbunden werden sollen.
Welche Bereiche arbeiten heute getrennt?
Getrennte Systeme und Wartelisten können zu Brüchen im Ablauf führen. Deshalb sollten vorhandene Prozesse vollständig dokumentiert werden.
Welche Priorisierungen sind organisatorisch und medizinisch notwendig?
Das System muss medizinische und organisatorische Regeln respektieren. Klinische Priorität darf nicht durch eine einfache Reihenfolgelogik ersetzt werden.
Welche vorhandenen Systeme müssen angebunden werden?
Relevant können unter anderem sein:
- Krankenhausinformationssystem,
- Terminverwaltung,
- Patientenadministration,
- digitale Beschilderung,
- Raum- und Arbeitsplatzsysteme,
- Reporting-Lösungen.
Wie werden Datenschutz und Anonymität berücksichtigt?
Aufrufanzeigen sollten so konzipiert werden, dass keine unnötigen personenbezogenen oder medizinischen Informationen öffentlich sichtbar werden.
Wie barrierefrei ist die Lösung?
Terminals, Anzeigen und mobile Funktionen müssen möglichst verständlich und zugänglich sein. Zusätzlich braucht es weiterhin persönliche Unterstützung für Patienten, die digitale Funktionen nicht selbstständig nutzen können.
Wie wird bei Störungen weitergearbeitet?
Da Kliniken auf verlässliche Abläufe angewiesen sind, sollten Ausfallszenarien, Support und alternative Prozesse vorab geklärt werden.
So unterstützt druckerfachmann.de bei der Umsetzung
Ein digitales Aufrufsystem für Kliniken muss zu den tatsächlichen Patientenwegen passen. Deshalb beginnt die Umsetzung nicht mit einem einzelnen Terminal oder Display, sondern mit einer Analyse der vorhandenen Abläufe.
Als Qmatic Premium Solution Partner unterstützt druckerfachmann.de bei:
- der Aufnahme der bestehenden Patientenwege,
- der Identifikation von Wartezonen und Übergabepunkten,
- der Definition von Patientengruppen und organisatorischen Regeln,
- der Auswahl geeigneter Module und Komponenten,
- der Konzeption von Check-in, Displays und mobilen Funktionen,
- der technischen Einrichtung und Konfiguration,
- der Einweisung beteiligter Mitarbeitender,
- der Betreuung und späteren Optimierung.
Dabei kann sowohl ein einzelner Ambulanzbereich als auch eine umfangreichere Patientenreise mit mehreren Stationen betrachtet werden.
Patientenfluss in Ihrer Klinik besprechen
3. FAQ
Was ist ein Patientenaufrufsystem für Kliniken?
Ein Patientenaufrufsystem organisiert die Anmeldung, Zuordnung und Weiterleitung von Patienten. Aufrufe können beispielsweise über Nummern, Displays oder mobile Benachrichtigungen erfolgen.
Kann ein Aufrufsystem mehrere Ambulanzen koordinieren?
Grundsätzlich können unterschiedliche Bereiche und Warteschlangen innerhalb eines Systems abgebildet werden. Der genaue Umfang hängt von der Systemkonfiguration und den klinischen Abläufen ab.
Ersetzt das System eine medizinische Triage?
Nein. Medizinische Dringlichkeit und klinische Priorisierung müssen durch qualifiziertes medizinisches Personal bestimmt werden. Das System unterstützt die organisatorische Steuerung.
Können Patienten anonym aufgerufen werden?
Aufrufe können beispielsweise über Vorgangs- oder Ticketnummern erfolgen. Die konkrete Gestaltung muss mit Datenschutz, Patientenrechten und den internen Vorgaben der Einrichtung abgestimmt werden.
Ist eine Anbindung an ein Krankenhausinformationssystem möglich?
Je nach eingesetzten Systemen und verfügbaren Schnittstellen kann eine Integration möglich sein. Die technische Machbarkeit muss im jeweiligen Projekt geprüft werden.
Können Patienten mobil über ihren Status informiert werden?
Virtual-Queuing-Lösungen können mobile Tickets und Statusmeldungen ermöglichen. Ob dies sinnvoll ist, hängt vom Klinikbereich und der jeweiligen Patientengruppe ab.
Was kostet ein Aufrufsystem für eine Klinik?
Die Kosten hängen unter anderem ab von:
- Zahl der Standorte und Bereiche,
- Anzahl der Service- und Behandlungsplätze,
- benötigten Terminals und Displays,
- Softwareumfang,
- Schnittstellen,
- Konfiguration,
- Installation,
- Support und Betreuung.
Eine belastbare Einschätzung ist deshalb erst nach Analyse des konkreten Patientenprozesses möglich.
Patienten sicher führen und Klinikabläufe transparenter machen
Ein digitales Aufrufsystem ersetzt weder persönliche Betreuung noch medizinische Entscheidungen. Es schafft Struktur an den Stellen, an denen Patienten heute warten, nachfragen oder zwischen mehreren Bereichen weitergeleitet werden müssen.
Gemeinsam prüfen wir:
- welche Stationen Patienten bei Ihnen durchlaufen,
- wo Wartezeiten und organisatorische Engpässe entstehen,
- welche Bereiche miteinander verbunden werden sollten,
- und welche Funktionen Ihre Mitarbeitenden sinnvoll unterstützen.

