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Aufrufsystem Arztpraxis: Patienten digital aufrufen

By 17. Juli 2026August 4th, 2026No Comments16 min Lesezeit

Ein Aufrufsystem in der Arztpraxis hilft dabei, Patienten digital anzumelden, Wartezeiten transparenter zu machen und den Aufruf zum richtigen Behandlungsbereich besser zu organisieren. Volle Wartezimmer entstehen nämlich nicht nur, weil zu viele Patienten gleichzeitig erscheinen. Häufig fehlt vor allem eine klare Verbindung zwischen Termin, Ankunft, Anmeldung, Wartebereich und Behandlungszimmer.

Kurz erklärt: Was ist ein Aufrufsystem für Arztpraxen?

Ein Aufrufsystem für Arztpraxen organisiert die Patientensteuerung zwischen Anmeldung, Wartebereich und Behandlung. Patienten checken beispielsweise am Empfang, an einem Terminal oder mobil ein. Anschließend werden sie je nach Termin, Anliegen oder zuständigem Bereich in eine digitale Warteschlange aufgenommen und über Display, Ticket oder mobile Benachrichtigung aufgerufen.

Moderne Lösungen können dabei nicht nur den eigentlichen Patientenaufruf übernehmen. Je nach Aufbau lassen sich auch Online-Terminbuchung, Erinnerungen, Self-Check-in per QR-Code oder Link, virtuelle Warteschlangen, digitale Anzeigen und Auswertungen miteinander verbinden.

Einen umfassenden Überblick über zentrale Funktionen wie Check-in, Warteschlangensteuerung, Aufrufdisplay, Virtual Queuing und Auswertung finden Sie auf unserer Seite Digitales Aufrufsystem und Warteschlangenmanagement.

Patientenaufrufsystem, Wartemarke oder Aufrufsystem: Wo liegt der Unterschied?

In vielen Praxen wird zunächst nach einer einfachen Lösung gesucht: Patienten sollen nicht mehr persönlich im Wartezimmer ausgerufen werden, sondern über eine Nummer, ein Display oder eine andere Anzeige informiert werden.

Eine einfache Wartemarke beantwortet dabei vor allem die Frage:

Wer ist als Nächstes an der Reihe?

Ein modernes Patientenaufrufsystem für Arztpraxen geht weiter. Es kann nicht nur eine Nummer vergeben, sondern Patienten nach Termin, Anliegen oder zuständigem Bereich in unterschiedliche Warteschlangen einordnen.

Dadurch lassen sich verschiedene Abläufe getrennt steuern, zum Beispiel:

  • Sprechstunde
  • Blutabnahme
  • Diagnostik
  • Rezept- oder Dokumentenabholung
  • Akutsprechstunde
  • Nachkontrolle
  • separate Fachbereiche innerhalb eines MVZ

Ein Aufrufsystem für die Arztpraxis ist deshalb nicht nur ein Bildschirm im Wartezimmer. Es ist ein organisatorisches System, das Anmeldung, Wartebereich und gezielten Patientenaufruf miteinander verbindet.

Wenn zunächst eine einfache Lösung mit Nummern, Tickets und Display gesucht wird, kann ein Nummern-Aufrufsystem mit digitalen Wartemarken ein sinnvoller Einstieg sein. Dort erklären wir, wann ein klassisches Nummernsystem ausreicht und wann ein erweitertes digitales Aufrufsystem sinnvoller wird.


Warum klassische Wartezimmerabläufe schnell unübersichtlich werden

In einer kleinen Einzelpraxis kann es ausreichen, wenn der Empfang Patienten persönlich anmeldet und anschließend aufruft. Mit steigenden Patientenzahlen, mehreren Ärzten, zusätzlichen Fachbereichen oder verschiedenen Standorten wird dieser Ablauf jedoch zunehmend komplex.

Typische Situationen sind:

  • Terminpatienten und spontane Besucher treffen gleichzeitig ein.
  • Patienten mit unterschiedlichen Anliegen warten im selben Bereich.
  • Mehrere Behandlungszimmer oder Fachbereiche müssen koordiniert werden.
  • Am Empfang entstehen Rückfragen zur Reihenfolge.
  • Das Team muss Patienten persönlich im Wartezimmer suchen.
  • Patienten wissen nicht, ob sie korrekt angemeldet wurden.
  • Verzögerungen in einem Bereich wirken sich auf den gesamten Ablauf aus.
  • Stoßzeiten und Engpässe werden zwar wahrgenommen, aber nicht systematisch ausgewertet.

Das Problem liegt dann nicht zwingend an einzelnen Mitarbeitenden. Häufig fehlt ein übergreifender Prozess, der Ankunft, Anliegen, Wartestatus und Weiterleitung miteinander verbindet.

Wartezimmer-Aufrufsystem: Mehr Ruhe im Empfangs- und Wartebereich

Ein Wartezimmer-Aufrufsystem kann besonders dort helfen, wo Patienten heute regelmäßig nachfragen, ob sie richtig angemeldet sind oder wann sie an der Reihe sind.

Der Aufruf erfolgt dabei nicht mehr zwingend durch persönliches Ausrufen im Raum. Stattdessen können Patienten beispielsweise über eine Nummer auf einem Display, ein digitales Ticket oder eine mobile Benachrichtigung informiert werden.

Das hat mehrere Vorteile:

  • Der Empfang muss Patienten seltener persönlich im Wartezimmer suchen.
  • Namen müssen nicht öffentlich ausgerufen werden.
  • Patienten erhalten eine klare Orientierung.
  • Der Wartebereich wirkt ruhiger und strukturierter.
  • Unterschiedliche Anliegen können getrennt aufgerufen werden.
  • Das Praxisteam behält besser im Blick, wer bereits angemeldet ist.

Gerade in Facharztpraxen, Gemeinschaftspraxen und MVZ kann ein digitales Wartezimmer-Aufrufsystem dazu beitragen, dass Patientenströme nicht mehr rein manuell koordiniert werden müssen.

Wichtig bleibt: Das System ersetzt nicht die persönliche Betreuung. Es unterstützt das Team dort, wo wiederkehrende organisatorische Schritte heute unnötig viel Aufmerksamkeit binden.

Viele dieser Herausforderungen entstehen nicht nur in Arztpraxen, sondern überall dort, wo Menschen am Empfang angemeldet, vorsortiert und weitergeleitet werden. Welche organisatorischen und digitalen Maßnahmen helfen können, zeigen wir im Ratgeber Warteschlangen am Empfang reduzieren.


So kann ein digitales Patientenaufrufsystem funktionieren

Ein Aufrufsystem muss nicht in jeder Praxis identisch aufgebaut sein. Eine typische Patient Journey kann jedoch folgendermaßen aussehen:

1. Termin vereinbaren oder spontan erscheinen

Patienten buchen ihren Termin über die bestehenden Wege oder kommen ohne Termin in die Praxis. Je nach System können Terminbuchung, Bestätigung und Erinnerungen bereits digital unterstützt werden.

2. In der Praxis einchecken

Bei der Ankunft melden sich Patienten beispielsweise:

  • persönlich am Empfang,
  • an einem Check-in-Terminal,
  • über einen QR-Code,
  • über einen mobilen Link,
  • oder über eine angebundene Terminlösung an.

3. Anliegen und Zielbereich zuordnen

Das System kann den Patienten anschließend einer passenden Warteschlange oder einem zuständigen Bereich zuordnen, zum Beispiel:

  • allgemeine Sprechstunde,
  • Facharzttermin,
  • Labor oder Blutabnahme,
  • Diagnostik,
  • Rezept- oder Dokumentenabholung,
  • Anmeldung für eine bestimmte Behandlung,
  • separates Behandlungszimmer.

Dadurch warten nicht mehr zwangsläufig alle Patienten in einer einzigen, undifferenzierten Reihenfolge.

4. Wartestatus kommunizieren

Der Patient erhält abhängig von der gewählten Lösung:

  • eine anonyme Nummer,
  • ein gedrucktes Ticket,
  • ein mobiles Ticket,
  • eine Anzeige auf einem Display,
  • oder eine digitale Statusmeldung.

Eine virtuelle Warteschlange kann es außerdem ermöglichen, außerhalb des eigentlichen Wartezimmers zu warten und erst zum passenden Zeitpunkt zurückzukehren.

5. Gezielt zum richtigen Bereich aufrufen

Sobald ein Arzt, ein Behandlungszimmer oder ein Servicebereich verfügbar ist, wird der nächste passende Patient aufgerufen und gezielt weitergeleitet.

Der Aufruf kann beispielsweise erfolgen über:

  • ein Display im Wartebereich,
  • eine Nummernanzeige,
  • einen akustischen Hinweis,
  • eine mobile Benachrichtigung,
  • oder eine Kombination dieser Möglichkeiten.

6. Abläufe auswerten

Je nach Ausbaustufe können Daten wie Besucheraufkommen, Wartezeiten, Stoßzeiten, Servicezeiten oder die Auslastung einzelner Bereiche ausgewertet werden. Qmatic verbindet Patient Flow Management dafür unter anderem mit Echtzeitübersichten und Business-Intelligence-Funktionen.


Welche Vorteile hat ein digitales Aufrufsystem in der Arztpraxis?

Mehr Orientierung für Patienten

Patienten erhalten eine klare Rückmeldung, dass ihre Anmeldung erfasst wurde. Sie wissen, dass sie sich im richtigen Ablauf befinden und wie der nächste Schritt aussieht.

Das ist besonders hilfreich, wenn eine Praxis mehrere Wartezonen, Ärzte oder Untersuchungsbereiche besitzt.

Weniger Rückfragen am Empfang

Wenn Anmeldung, Wartestatus und Aufruf klar organisiert sind, müssen Patienten seltener nachfragen:

  • Bin ich richtig angemeldet?
  • Wurde meine Versichertenkarte erfasst?
  • Wer ist als Nächstes dran?
  • In welchem Bereich soll ich warten?
  • Wurde ich eventuell übersehen?

Ein digitales System ersetzt nicht den persönlichen Empfang. Es kann jedoch wiederkehrende organisatorische Rückfragen reduzieren.

Unterschiedliche Anliegen besser trennen

Eine Rezeptabholung muss möglicherweise nicht im selben Ablauf behandelt werden wie eine umfangreiche Untersuchung. Auch Terminpatienten, Akutfälle, Laborpatienten und Dokumentenabholer können unterschiedliche Prozesse benötigen.

Ein strukturiertes Warteschlangenmanagement ermöglicht es, diese Anliegen getrennt zu steuern und jeweils an den passenden Bereich weiterzugeben.

Empfang und Praxisteam entlasten

Self-Service-Check-in und automatisierte Aufrufe können dem Team wiederkehrende Koordinationsarbeit abnehmen.

Wartebereiche ruhiger organisieren

Ein transparenter Ablauf verhindert nicht jede Verzögerung. Er kann aber vermeiden, dass Patienten sich zusätzlich um ihren Platz in der Reihenfolge sorgen oder sich dauerhaft am Empfang sammeln.

In einem dokumentierten Qmatic-Anwendungsfall wurden Patienten nach ihrem Anliegen am Terminal zugeordnet und anschließend über Monitore zum richtigen Raum geleitet. Dadurch wurde der Empfangsbereich entlastet und der Ablauf übersichtlicher gestaltet.

Entscheidungen auf Grundlage echter Daten treffen

Ohne Daten bleibt häufig nur das Gefühl:

Montags ist es immer besonders voll.

Mit einer strukturierten Auswertung können Praxen genauer erkennen:

  • Wann entstehen Stoßzeiten?
  • Welche Anliegen verursachen besonders lange Wartezeiten?
  • Welche Bereiche sind häufig ausgelastet?
  • Wo entstehen unnötige Zwischenschritte?
  • Wie verändern sich Warte- und Servicezeiten?

Diese Informationen können eine Grundlage für Personalplanung, Terminstrukturen und Prozessverbesserungen schaffen.


Welche Komponenten kann ein Patientenaufrufsystem enthalten?

Nicht jede Arztpraxis benötigt sofort die umfangreichste Lösung. Je nach Größe, Patientenaufkommen und vorhandener IT können unterschiedliche Komponenten kombiniert werden.

Terminmanagement

Patienten vereinbaren Termine vorab und erhalten Bestätigungen oder Erinnerungen. Das System kann geplante Besuche mit der tatsächlichen Ankunft verbinden.

Check-in-Terminal

Patienten melden sich selbstständig an und wählen gegebenenfalls ihr Anliegen aus. Qmatic bietet hierfür unter anderem zertifizierte Check-in-Kiosks und Funktionen für Termin- oder Warteschlangen-Check-ins an.

Digitales Ticket oder Wartemarke

Nach der Anmeldung erhält der Patient eine Nummer oder ein digitales Ticket. Dadurch kann der Aufruf ohne einen öffentlich sichtbaren vollständigen Namen organisiert werden.

Aufrufdisplay

Ein Bildschirm zeigt an, welche Nummer aufgerufen wird und in welchen Raum oder Bereich sich die Person begeben soll.

Virtual Queuing

Patienten warten nicht zwingend dauerhaft im Wartezimmer. Über ein mobiles Ticket oder Benachrichtigungen können sie ihren Status verfolgen und zum passenden Zeitpunkt zurückkehren.

Reporting und Analytics

Dashboards und Berichte machen Besucheraufkommen, Wartezeiten und Prozessengpässe sichtbar.

Patientenfeedback

Nach dem Besuch kann optional Feedback zur Wartezeit oder zum Ablauf erhoben werden. Qmatic nennt Online-Befragungen als Möglichkeit, Verbesserungspotenziale innerhalb der Patient Journey zu erkennen.

Anonymer Patientenaufruf: Warum Nummern oft sinnvoller sind als Namen

In Arztpraxen geht es nicht nur um schnelle Abläufe, sondern auch um Diskretion. Viele Patienten möchten nicht, dass ihr vollständiger Name oder ihr Anliegen öffentlich im Wartezimmer genannt wird.

Ein digitales Patientenaufrufsystem kann den Aufruf deshalb über eine neutrale Nummer, ein Ticket oder eine Vorgangskennung organisieren. Auf dem Display erscheint dann beispielsweise nicht der Name des Patienten, sondern eine Nummer mit dem Hinweis auf den zuständigen Raum oder Bereich.

Das kann besonders sinnvoll sein bei:

  • sensiblen Facharztterminen
  • Diagnostik
  • Labor und Blutabnahme
  • Rezept- oder Dokumentenabholung
  • mehreren Wartezonen
  • großen MVZ oder Praxiszentren

Wie genau der anonyme Patientenaufruf gestaltet wird, sollte immer zum Datenschutzkonzept und zu den Abläufen der jeweiligen Praxis passen.


Für welche Praxen eignet sich ein digitales Aufrufsystem?

Ein Patientenaufrufsystem kann besonders interessant sein für:

  • Gemeinschaftspraxen,
  • Medizinische Versorgungszentren,
  • Facharztzentren,
  • größere Hausarztpraxen,
  • radiologische und diagnostische Einrichtungen,
  • ambulante Behandlungszentren,
  • Labor- und Blutentnahmestellen,
  • Therapiezentren,
  • Einrichtungen mit mehreren Etagen oder Wartezonen,
  • Praxisgruppen mit mehreren Standorten.

Entscheidend ist weniger die Fachrichtung als die Komplexität des tatsächlichen Patientenflusses.

Eine kleine Praxis mit einem Arzt und überschaubarem Patientenaufkommen benötigt möglicherweise nur eine einfache Aufruflösung. Ein MVZ mit mehreren Fachrichtungen, verschiedenen Wartebereichen und hohem Durchlauf profitiert dagegen eher von einem System, das Terminmanagement, Check-in, Warteschlangen und Auswertung miteinander verbindet.

Welche Lösung passt zu welcher Praxisgröße?

Nicht jede Praxis benötigt dieselbe Lösung. Der passende Umfang hängt davon ab, wie viele Patienten täglich kommen, wie viele Bereiche beteiligt sind und wie komplex die Wege innerhalb der Praxis sind.

Kleine Arztpraxis

Für kleinere Praxen kann bereits eine einfache Lösung aus Anmeldung, Wartemarke und Display ausreichen. Ziel ist vor allem, den Patientenaufruf klarer zu organisieren und das persönliche Ausrufen im Wartezimmer zu reduzieren.

Gemeinschaftspraxis

In Gemeinschaftspraxen wird die Steuerung komplexer. Mehrere Ärzte, unterschiedliche Behandlungszimmer und verschiedene Terminarten machen es sinnvoll, Patienten nach Anliegen oder Zuständigkeit zuzuordnen.

Facharztpraxis

Facharztpraxen profitieren besonders dann, wenn neben der eigentlichen Sprechstunde weitere Bereiche wie Diagnostik, Labor, Voruntersuchung oder Nachkontrolle koordiniert werden müssen.

Medizinisches Versorgungszentrum

In einem MVZ ist ein digitales Aufrufsystem häufig besonders sinnvoll, weil mehrere Fachbereiche, Wartezonen und Serviceplätze zusammenkommen. Hier kann ein erweitertes Warteschlangenmanagement mit Check-in, Aufrufdisplay, Virtual Queuing und Auswertung helfen, Patientenströme besser zu steuern.

Sobald Patienten nicht nur innerhalb einer Praxis, sondern über mehrere Ambulanzen, Diagnostikbereiche oder klinische Stationen geführt werden müssen, wird die Patientensteuerung deutlich komplexer. Für diesen Fall haben wir das Thema im Beitrag Aufrufsystem für Kliniken und Ambulanzen ausführlicher aufbereitet.


Wann lohnt sich ein Aufrufsystem für eine Arztpraxis?

Ein genauer Wirtschaftlichkeitswert lässt sich nicht pauschal nennen. Es gibt jedoch typische Anzeichen, dass eine genauere Prüfung sinnvoll ist:

  • Am Empfang bilden sich regelmäßig Schlangen.
  • Patienten fragen häufig nach ihrer Warteposition.
  • Das Team muss Patienten persönlich suchen oder ausrufen.
  • Mehrere Ärzte und Behandlungsräume teilen sich einen Wartebereich.
  • Terminpatienten und spontane Besucher müssen parallel gesteuert werden.
  • Es gibt verschiedene Anlaufstellen innerhalb der Praxis.
  • Patienten sollen möglichst anonym aufgerufen werden.
  • Stoßzeiten und Wartezeiten sollen ausgewertet werden.
  • Die Praxis wächst oder eröffnet weitere Standorte.
  • Ein MVZ möchte Abläufe über mehrere Bereiche standardisieren.

Ein Aufrufsystem ist also nicht bloß ein Bildschirm im Wartezimmer. Es ist dann sinnvoll, wenn ein konkretes organisatorisches Problem gelöst werden soll.


Worauf sollten Arztpraxen bei der Auswahl achten?

Vor der Auswahl einer Lösung sollten zunächst die tatsächlichen Abläufe geklärt werden.

Welche Patienten kommen in die Praxis?

Gibt es fast ausschließlich Terminpatienten oder auch viele spontane Besuche? Gibt es kurze Serviceanliegen neben längeren Behandlungen?

Wie viele Warte- und Behandlungsbereiche gibt es?

Ein einzelnes Wartezimmer benötigt eine andere Lösung als ein MVZ mit mehreren Fachrichtungen, Etagen oder Standorten.

Wie sollen Patienten einchecken?

Mögliche Wege sind Empfang, Terminal, QR-Code, Smartphone oder eine Kombination daraus.

Wie soll der Aufruf erfolgen?

Zu klären ist unter anderem, ob Nummern, Räume, Displays, mobile Benachrichtigungen oder akustische Hinweise verwendet werden sollen.

Welche vorhandenen Systeme müssen berücksichtigt werden?

Terminverwaltung, Praxissoftware, Displays und bestehende IT-Infrastruktur sollten frühzeitig in die Planung einbezogen werden. Welche technische Integration möglich ist, muss im jeweiligen Projekt geprüft werden.

Welche Patienten benötigen Unterstützung?

Self-Service sollte nicht bedeuten, dass persönliche Hilfe entfällt. Gerade in medizinischen Einrichtungen muss weiterhin ein verständlicher und unterstützter Weg für Patienten vorhanden sein, die ein Terminal oder einen mobilen Check-in nicht selbstständig nutzen können. Qmatic bietet beispielsweise Assistenzfunktionen für Check-in-Kiosks an.

Was ist der Unterschied zwischen Patientenaufrufsystem und Aufrufsystem?

Ein Patientenaufrufsystem ist ein Aufrufsystem, das speziell auf medizinische Abläufe ausgerichtet ist. Es organisiert Anmeldung, Warteposition und Weiterleitung von Patienten innerhalb einer Praxis, eines MVZ oder einer medizinischen Einrichtung.

Was ist ein Wartezimmer-Aufrufsystem?

Ein Wartezimmer-Aufrufsystem informiert Patienten darüber, wann sie an der Reihe sind und wohin sie gehen sollen. Der Aufruf kann zum Beispiel über eine Nummer auf einem Display, ein Ticket oder eine mobile Benachrichtigung erfolgen.

Kann ein Aufrufsystem auch Rezeptabholung und Blutabnahme trennen?

Ja. Je nach Konfiguration können unterschiedliche Anliegen in getrennte Warteschlangen eingeordnet werden. So können zum Beispiel Sprechstunde, Blutabnahme, Diagnostik und Rezeptabholung getrennt organisiert und gezielt aufgerufen werden.


So unterstützt druckerfachmann.de bei der Umsetzung

Ein funktionierendes Patientenaufrufsystem beginnt nicht mit dem Kauf eines Displays oder Terminals. Zuerst muss klar sein, wie Patienten heute durch die Praxis geführt werden und an welchen Stellen Probleme entstehen.

Als Qmatic Premium Solution Partner unterstützt druckerfachmann.de bei:

  1. der Analyse des heutigen Patientenflusses,
  2. der Definition von Terminen, Anliegen und Warteschlangen,
  3. der Auswahl geeigneter Funktionen und Komponenten,
  4. der Planung von Check-in, Anzeigen und Aufrufwegen,
  5. der Einrichtung und Konfiguration,
  6. der Einweisung der beteiligten Mitarbeitenden,
  7. der späteren Betreuung und Weiterentwicklung.

Dabei kann eine einfache Aufruflösung ebenso sinnvoll sein wie ein umfassenderes System aus Terminmanagement, Self-Check-in, Virtual Queuing, Displays und Analytics. Erfahren Sie auf unserer zentralen Leistungsseite mehr über unser digitales Aufrufsystem und Warteschlangenmanagement.

Weiterführende Ratgeber zum Thema

Je nach Ausgangslage kann ein anderer Einstieg sinnvoll sein:

– Wenn es um einfache Nummern, Tickets und Displays geht: Nummern-Aufrufsystem mit digitalen Wartemarken
– Wenn der Empfang insgesamt entlastet werden soll: Warteschlangen am Empfang reduzieren
– Wenn Software, Module und Auswahlkriterien im Mittelpunkt stehen: Warteschlangenmanagement-System
– Wenn größere medizinische Einrichtungen betrachtet werden: Aufrufsystem für Kliniken und Ambulanzen


FAQ: Aufrufsystem für Arztpraxen

Was ist ein Patientenaufrufsystem?

Ein Patientenaufrufsystem organisiert die Anmeldung, Warteposition und Weiterleitung von Patienten. Je nach Lösung erfolgt der Aufruf über Nummer, Display, Terminal, akustischen Hinweis oder mobile Benachrichtigung.

Können Patienten anonym aufgerufen werden?

Ein Aufruf kann beispielsweise über eine Ticket- oder Vorgangsnummer erfolgen. Wie die konkrete Darstellung und Datenverarbeitung gestaltet wird, muss im jeweiligen System- und Datenschutzkonzept der Praxis festgelegt werden.

Kann ein Aufrufsystem in einer bestehenden Praxis nachgerüstet werden?

Grundsätzlich lassen sich viele Lösungen auch in bestehende Wartebereiche integrieren. Der Aufwand hängt unter anderem von Räumen, Displays, vorhandener IT, Zahl der Serviceplätze und gewünschten Funktionen ab.

Ist ein Aufrufsystem nur für große MVZ geeignet?

Nein. Auch kleinere Praxen können von einer einfachen Aufruflösung profitieren. Umfangreiche Termin-, Check-in- und Analysefunktionen werden jedoch vor allem bei größeren oder komplexeren Einrichtungen interessant.

Müssen Patienten ein Smartphone besitzen?

Nein. Mobile Tickets sind nur eine mögliche Variante. Je nach Lösung können weiterhin Empfang, Check-in-Terminal, gedrucktes Ticket und Display genutzt werden.

Was kostet ein Aufrufsystem für eine Arztpraxis?

Die Kosten hängen von der Anzahl der Standorte, Serviceplätze, Terminals und Displays sowie vom gewünschten Funktionsumfang und möglichen Integrationen ab. Deshalb sollte zuerst der konkrete Ablauf analysiert und anschließend eine passende Lösung zusammengestellt werden.

Kann das System auch mehrere Fachbereiche steuern?

Ja, ein digitales Warteschlangenmanagement kann unterschiedliche Anliegen und Wartebereiche abbilden. Welche Zuordnungen möglich sind, hängt von der Konfiguration der jeweiligen Lösung ab.


Patientenströme strukturieren, ohne den persönlichen Kontakt zu verlieren

Ein digitales Aufrufsystem soll den persönlichen Praxisbetrieb nicht ersetzen. Es soll dort unterstützen, wo Anmeldung, Warteschlange und Weiterleitung heute unnötig viel Koordination verursachen.

Gemeinsam prüfen wir, wie Patienten in Ihrer Praxis ankommen, welche Wege sie durchlaufen und welche Funktionen Ihren Empfang und Ihr Team sinnvoll entlasten können.

Unverbindliche Einschätzung anfragen

Dominik Heinz

Dominik Heinz ist Diplom-Ingenieur und Experte für Additive Fertigung mit über 20 Jahren Erfahrung im B2B-Projektgeschäft. Seit 2018 leitet er bei der druckerfachmann.de GmbH & Co. KG in Berlin den Bereich 3D-Druck & Additive Fertigung. Als Host des „OT 3D Werkstatt Podcasts“ teilt er regelmäßig praxisnahe Einblicke in die digitale Transformation der Orthopädietechnik unter Zuhilfenahme von 3D Drucklösungen.